Archiv der Kategorie: Zigarren Reviews

Zino Classic No. 6 Robusto

Die Zino Classic No. 6 ist eine Robusto aus dem Alu-Tubo. Verpackt ist sie zusätzlich in ein Zedernplättchen. Das Deckblatt ist sehr schön und die Farbe ist ein elegantes Colorado Maduro. Sie duftet im Kaltzustand eigentlich fast gar nicht. Ich loche sie und der Kaltzug schmeckt etwas würzig mit einem Hauch Süsse. Nach dem Entflammen mit dem „Jet“ lasse ich die Zino Classic No. 6 Robusto kurz etwas ruhen, bevor ich den ersten Zug nehme. In den ersten paar Minuten schenkt sie einem einen Hauch Salz, kombiniert mit einem Hauch leichter cremigen Süsse, und im Hintergrund ist ein ganz klein wenig Würze. OH! Wie herrlich! Die Raumnote (Aroma) duftet „ganz normal“, mir fällt nicht etwas Besonderes auf.

Zino Classic No. 6 Robusto

Zino Classic No. 6 Robusto

Einige Minuten nach dem Anzünden ist sie mir verglimmt. Offenbar darf ich sie nicht zu lange liegen lassen. Das wiederum bedeutet, dass man in Versuchung gerät, schneller zu rauchen, und das wiederum bedeutet: Sie kann heiss und somit könnten die Geschmacksnuancen zerstört werden. Also rauche ich die Zino Classic No. 6 Robusto schneller als ich üblich rauche, aber ich achte darauf, nicht zu hastige Züge zu machen.

Das erste Drittel intensiviert sich mit der oben beschriebenen Balance, ein ganz klein wenig Erde mischt sich darunter, und wundervoll: Die cremige Süsse tritt in den Vordergrund! Sehr schöner Blend! Sie ist im ersten Drittel sanft in der Stärke. Der nasale Ausstoss duftet ein ganz klein wenig nach Ammoniak…iiiihh…ich lasse es also bleiben für den restlichen Smoke.

Die Asche ist etwas bröckelig, ein Riss zeigt sich im ersten Drittel. Jetzt kann ich sie wie immer etwas länger liegen lassen, die Glut ist offenbar jetzt perfekt entfacht. Ich muss sagen, sie mundet mir wirklich ausgezeichnet (die Zigarre, nicht die Glut) 😉 Der immer wieder auftretende Schiefbrand wird mit der Flamme vorsichtig korrigiert.

Zino Classic No. 6 Robusto

Nach dem Abstreifen der Asche offenbart sich ein Kegelkraterabbrand, der nichts negatives bedeuten muss. Vielleicht wurde die Zino Classic No. 6 Robusto  nicht ganz korrekt gerollt, das würde jedoch den immer währenden Schiefbrand erklären.

Zino Classic No. 6 Robusto

Das zweite Drittel wird erdiger, die cremige Süsse bleibt und die Würze tritt in den Hintergrund (ist aber noch angenehm wahrnehmbar). Gerne wiederhole ich mich: Ausgezeichneter Blend! Das letzte Drittel wird wie erwartet erdig und sie ist jetzt Medium in der Stärke. Auch hier bleibt die cremige Süsse vorhanden. Toll, unbedingte Kaufempfehlung! Der Smoke dauert fast 1,5 Stunden!

 

vasilij-sw01 Have a good smoke, Vasilij

Joya de Nicaragua Cabinetta No. 7 Toro

Was für eine Schönheit! Die Joya de Nicaragua Cabinetta No. 7 Toro hat bei mir die Bestnote in Sachen Aussehen. Dieses zweilagige Deckblatt ist doch einfach der Hammer! Zitat aus dem Shop:

Die Joya de Nicaragua Cabinetta wird zuerst mit einem hellen, cremigen und milden Deckblatt aus Ecuador eingerollt. Anschliessend wird die Mundpartie mit einem dunklen, reichhaltigen, aber eher süsslichen Deckblatt aus der besten Lage Nicaraguas ein zweites Mal umrollt.

Joya de Nicaragua Cabinetta No. 7 Toro

Das erklärt schon mal die Idee dahinter. Ich bin echt gespannt, was mich für ein Smoke erwartet. Im Kaltzustand duftet die Joya de Nicaragua Cabinetta No. 7 Toro nach süsslichem und zugleich leicht herben Heu. Ich loche sie und der Kaltzug schmeckt süsslich nach Heu und er ist für mich persönlich etwas zu schwach. Ich entzünde sie dieses mal mit drei Streichhölzern. Die ersten Minuten sind geprägt von sehr sanften Bitternoten, begleitet von im Vordergrund liegenden Pfeffer. Alles in allem ein schöner und interessanter Start. Die Asche ist hellgrau und der Brandrand ist leicht wellig, aber bislang gleichmässig. Das wird sich noch ändern.

Joya de Nicaragua Cabinetta No. 7 Toro

Dadurch, dass der Zug zu leicht ist, läuft man Gefahr diese Schönheit viel zu schnell und somit zu heiss zu rauchen. Die Geschmacksnuancen würden zerstört werden. Also ist Vorsicht geboten und ein gemächliches, langsames Rauchen ist angesagt. Diesen Aspekt kann ich gar nicht genug betonen!

Die Raumnote (Aroma) ist herrlich: Es duftet nach gutem Tabak und bisher bereitet mir der Smoke eine Riesenfreude! Im Verlauf des ersten Drittels wird der Brandrand wellig und ungleichmässig. Ich drehe die Joya de Nicaragua Cabinetta No. 7 Toro immer wieder in der Horizontalen, damit sich der Brandrand ausgleicht. Das funktioniert so-la-la. Die Asche bleibt etwas flockig, es ist etwas Vorsicht geboten damit sie nicht dorthin abfällt, wo man sie nicht haben will. Bei mir war es zwei mal die Laptoptastatur  – super, genau das will man haben 🙂 Der Rauchentwicklung ist üppig.

Joya de Nicaragua Cabinetta No. 7 Toro

Die Stärke ist jetzt schon Medium und sie wird im Verlauf des Smokes auf jeden Fall stärker werden. Vorher sollte man gegessen haben, sonst gibt’s eine Karrussellfahrt für umsonst. Mein Gaumen ist jetzt erfüllt von Pfeffer, etwas Erde und Zartbitterschokolade. Sehr interessant, diese Balance. Der Pfeffer ist ganz klar im Vordergrund – herrlich!

Als die Asche zu Beginn des zweiten Drittels abfällt, offenbart sich die Rollkunst: Kegelkraterbrand. Das kann, muss aber kein Rollfehler sein. In der Mitte brennt die Joya de Nicaragua Cabinetta No. 7 Toro korrekt als Kegel ab (somit wurde im Zentrum korrekt LIGERO verwendet, der oberste Teil und kräftigste Teil der Tabakpflanze); Aussen herum entsteht ein „Überrand“. Für das Deckblatt und Umblatt könnte ein Seco (mittlerer Teil der Pflanze) anstatt Volado (unterer Teil der Pflanze und lässt den Tabak am leichtesten verbrennen) verwendet worden sein. Das könnte den Kegelkraterbrand erklären. Leider ist das Foto nichts geworden, man erkennt nichts.

Hier sieht man den welligen Brandrand, der im Verlauf des Smokes heftiger wird, aber mit viel Geduld korrigierbar wird.

Joya de Nicaragua Cabinetta No. 7 Toro

Das zweite und letzte Drittel wird stärker, sie hat jetzt die Stärke Medium-stark, fast schon stark erreicht. Die Chilinoten weichen in den Hintergrund, Erde und etwas Bitterkeit kommen in den Vordergrund. Eine cremige Süsse mischt sich darunter, aber die erdigen Geschmacksnuancen dominieren.

Alles in allem ein toller Smoke, wer gern kräftige Zigarren hat. Auf jeden Fall ist sie aufgrund ihrer Deckblattbeschaffenheit einfach schön.

 

Vasilij Have a good smoke, Vasilij

CAO Brazilia Gol

CAO geht um die Welt, sei es mit der Italia, der Americana oder der hier vorliegenden CAO Brazilia Gol! Eine perfekte Zigarre für ein Fussballspiel während der kommenden Fussball-WM in… Brasilien also. Und wer der Seleçao den Daumen drückt, kommt um diese mit einer in den Landesfarben gehaltenen Bauchbinde geschmückten CAO doch eigentlich kaum herum, oder?

Die CAO Brazilia besteht aus einer Einlage und Umblatt aus Nicaragua Tabaken und einem dunklen Arapiraca Umblatt aus Brasilien. Die sehr schöne Verarbeitung, ein öliges Deckblatt plus die angesprochene Bauchbinde machen die 127 mm lange Zigarre mit einem 55er Ringmass zu einem Hingucker.CAO Brazilia GolIm Kaltaroma Schokolade. Nach dem Anzünden sehr würzig, robust, feine Bitternoten. Der Körper zeigt sich voll. Die Bitternoten weichen nach und nach einer zarten Süsse. Erst im 2/3 fällt die feste, fast weisse Asche ab. CAO Brazilia GolDas 2/3 bleibt wie das 1/3 geendet hat. Der hellgraue Rauch ist üppig. Eine milde Süsse mit würzgen Anklängen plus Schokoaromen. Lässt man die Brazilia einige Minuten ruhen zeigen sich danach noch deutlichere Schokonoten, Capuccino. Zartbitterschokolade und ein Hauch weisser Pfeffer füllen den Mund, was für ein Geschmackserlebnis. Gegen Ende nimmt die Intensität der Aromen zu, insbesondere Pfeffer und eine stramme Würzigkeit. Erst jetzt zeigt sich auch ein leichter Schiefbrand der bisher absolut sauber abbrennenden CAO.

Geschmacklich ist die CAO Brazilia Gol als mundfüllend und mittelkräftig, vom Nikotin mild bis mittelstark einzuordnen, der Zug ist perfekt. Ein wirklich gelungener 2 Stunden Smoke ist mit der CAO Brazilia Gol garantiert. Tolle Zigarre!

Besten Dank an unseren Blogleser Phil für diesen Beitrag an dieser Stelle!

Zino Platinum Z-Class 643 C Corona

Hallo zusammen, ein herzliches „Grüezi“ aus der Schweiz 🙂

Heute habe ich kein Foto für euch, sorry. Aber dafür gibt’s diesen Link für euch mit Fotos der Zino Platinum Z-Class 643 C Corona: zigarren-online.ch

Sie duftet herrlich würzig und sie sieht sehr elegant aus. Das Deckblatt ist ein wunderschönes Colorado-Maduro, perfekt verarbeitet. Die ersten Minuten sind Medium würzig im Geschmack. Die Raumnote (Aroma) duftet herrlich nach edlem, gutem Tabak. Auf den Lippen bleibt ein sanfter, pfeffriger Geschmack liegen; Sehr angenehm.

Das erste Drittel der Zino Platinum Z-Class 643 C Corona entwickelt sich fein würzig und ist sanft-medium in der Stärke. Oh ja, eine wunderschöne Cigar für einen gepflegten, edlen Smoke. Bei diesem Smoke begleitet mich ein Milchkaffee, für Spirituosen hatte ich jetzt keine Lust. Im Verlauf des ersten Drittels erahne ich einen Hauch von cremiger Süsse (aber sowas von einem Hauch!). Die Balance scheint mir interessant zu werden! Der Abbrand ist perfekt, die Asche des Deckblattes ist hellgrau, das Brandende ist dunkelgrau.

Das zweite Drittel wird Medium in der Stärke. Kräftigere Röstaromen und der schöne Geschmack nach Erde nehmen zu. Die cremige Süsse ist kaum mehr wahrnehmbar, aber ich weiss, dass sie da ist 🙂 Ein ganz herrliches Blending! Die Würzigkeit ist noch etwas spürbar, ist aber in den Hintergrund getreten.

Im letzten Drittel wird sie wieder würzig(er), die Zino Platinum Z-Class 643 C Corona bleibt im Medium Bereich, aber etwas Medium-Stark (etwas…). Die Erdnoten sind intensiver, eine tolle Harmonie. Wer Fan von einem gepflegten, edlen Smoke ist, und erdige Noten vermischt mit Pfeffer und Röstaromen liebt, der muss diese Cigar unbedingt verköstigen!

vasilij-sw01 Have a good smoke, Vasilij

CAO La Traviata Amatista Jar

Die ersten Minuten nach dem Anzünden der CAO La Traviata Amatista gestalten sich wundervoll – was für ein Blending! Sie schmeckt sanft-medium würzig, umgeben mit einer cremigen Geschmacksnuance. Nach etwa fünf Minuten geht die Stärke etwas zurück und sie schmeckt würzig im sanften Bereich. Auf der Zunge prickelt es angenehm (fast so wie Champagner, aber nicht so stark). Die Asche des Deckblattes ist fast weiss, das Brandende ist mittelgrau. Die Raumnote (Aroma) duftet in etwa so: „AHA! Da ist ein echter Kerl und raucht eine Cigar von der er weiss, dass sie verdammt gut schmeckt!“ 😀

CAO La Traviata Amatista Jar

Die CAO La Traviata Amatista aus dem Jar sind ein Geheimtipp, und wer sie sein Eigen nennt, darf sich sehr glücklich schätzen! Das Brandende ist etwas wellig, aber einen echten Kerl stört das natürlich überhaupt nicht, solange der Geschmack und das Aroma stimmen! Dreht man die Cigar zwischendurch mal und hält sie horizontal, behebt sich das Problem von selbst.

Das erste Drittel bleibt zunächst sanft würzig, umschlossen von einer leichten Cremigkeit – wundervoll, einfach wundervoll. Die Cremigkeit gewinnt sogar etwas an Dominanz. Leute, diese Cigar ist ein Volltreffer! Die Asche ist mittlerweile rund 3cm lang und sie hält. Nun macht sie sich in ihrer Stärke vermehrt bemerkbar. Ja, definitiv, sie wird stärker und entwickelt sich hin zu Medium. Spitzenmässig.

Im zweiten Drittel setzt Schiefbrand ein, der sich nicht von selbst korrigiert. Also darf ich mit der Flamme vorsichtig nachhelfen. Yep, und der Geschmack entwickelt sich weiter. Sie wird stärker und würziger. Die Cremigkeit bleibt bestehen, tritt jetzt aber in den Hintergrund. Es mischen sich schöne Chilinoten hinzu und die Raumnote (Aroma) sagt jetzt noch deutlicher: „Okay, hier sitzt ein ganzer Kerl mit einer geilen Cigar! Der Typ ist bestimmt unbesiegbar“ 😀 😉 Kräftige Erdnuancen mischen sich darunter – exzellentes Blending, JUCHUU!!

Im letzten Drittel wird die CAO La Traviata Amatista Medium-stark bis stark. Der Pfeffer wird stärker, ich werde schwächer. Und die Raumnote sagt: „Aha, hier sitzt ein echter Kerl mit einer Supercigar und er ist fertig!“ 😉

Leute, Leute: UNBEDINGTE Kaufempfehlung!! Rennt, rennt!
vasilij-sw01Herzliche Grüsse, Vasilij