Archiv der Kategorie: Zigarrenlagerung

Le Veil

Neues LV Befeuchtungssystem

Das LV Befeuchtungssystem von Le Veil wurde überarbeitet und mit einem neuen Look versehen. Das Vorgängermodell Le Veil V1 war mit einem Holzfinish überzogen und einer braunen Wasserkartsuche versehen. Im Befeuchter selbst kam dann ein grüner Steckschwamm, wie wir Ihn von den Blumengestecken her kennen, zum Einsatz. Der Nachteil lag damit auf der Hand: Nebst der flachen und sehr feinen Verdunstungsoberfläche war der Schwamm rasch verschmutzt und konnte nicht ausgewechselt werden.

Le Veil

Das neue LV Befeuchtungssystem V2 kommt nun im dezenten Schwarz daher und ist mit einer transparenten Wasserkartusche versehen. In der Kartusche übernehmen Acrylpolymere die Arbeit der Befeuchtung. Durch die Transparenz ist eine einfache Überwachung der Acrylpolymere jederzeit möglich und böse Überaschungen bleiben aus. Sollen die Acrylpolymere sporadisch ausgetauscht werden, so kann die beim Gerät mitgelieferte Ersatzkartusche in Einsatz genommen werden, um die andere Kartusche nebenbei trocknen zu lassen und die Polymere zu entfernen.

Abgesehen von der Optik und den Acrylpolymeren wurde auf den ersten Blick lediglich eine kleine Feinheit verändert: Die Rückschlagklappen im oberen Teil des Gerätes, welche verhindern dass das Wasser aus der Kartusche unkontrolliert verdunstet, wurden entfernt. Diese Verdunstung ist mit dem Einsatz von Acrylpolymeren stark reduziert worden und wird nun nicht mehr benötigt.

Le Veil

Das neue LV Befeuchtungssystem wird in Ihrem Humidor mittels Flachbandkabel mit Strom versogt und befeuchtet so zuverlässig Tischhumidore und kleine Zigarrenschränke bis zu einer Höhe von etwa 80cm. Bei uns im Shop erhalten Sie das neue Befeuchtungssystem ab Lager zu einem Preis von 187.- CHF. Beim gleichzeitigen Kauf eines neuen Adorini Humidor erhalten Sie das Gerät sogar zu einem Vorzugspreis von 149.- CHF.

CigarSpa

CigarSpa feiert Geburtstag

Das innovativste und zugleich wohl qualitativ hochwertigste Befeuchtungssystem CigarSpa feiert an der kommenden inter-tabac in Dortmund seinen 10ten Geburtstag. Kurt Steinborn beschreibt den Geburtstag in einer Medieninformation wie folgt:

„Warum können wir zum Mond fliegen, aber unsere Zigarren nicht automatisch befeuchten?“
Diese Frage wurde im Jahre 1998 an Prof. Dr. F. Lange von Kurt Steinborn gestellt. Der Physiker antwortete: Das sollte eigentlich möglich sein!
Es wurden 5 intensive Jahre – viele Ansätze wurden verworfen (eine Befeuchtung mit einem  Ventilator schied gleich aus, da sie nicht mit Batterien zu betreiben war und auch andere Nachteile hatte). Eine Entwicklung im Textilbereich (Membranenmaterialien wie z.B. Goretex) brachte dann den Durchbruch.
Die einzigartige Membranenbefeuchtung war geboren. Nun musste die entsprechende Elektronik und Software entwickelt werden.
Es dauerte bis 2003, bis der Prototyp gebaut war und die ersten Testläufe erfolgreich abgeschlossen waren.
Auf der „inter-tabac 2003“ war es dann soweit – Worldwide Launch von CigarSpa.
Der Verkaufspreis wurde mit € 298,00 (oder 362 CHF) festgesetzt – genau wie heute auch noch!
Bis auf die Gehäusefarbe (früher hellgrau – jetzt dunkelgrau) gibt es keine äußeren Veränderungen.
Von den 48 Bauteilen, aus denen CigarSpa hier in Köln gefertigt wird, sind jedoch bisher 38 verbessert worden.
CigarSpa ist so noch genauer und zuverlässiger geworden.
Auch heute – nach 10 Jahren – steht CigarSpa an der Spitze der Technologie im Bereich „Befeuchtung von Zigarren“. Weltweit!
Und wenn mal etwas nicht so rund läuft, sind wir bestrebt den bestmöglichen Service zu organisieren.
Wir werden CigarSpa auch weiterhin verbessern und schauen mit Zuversicht in die Zukunft.

Kurt Steinborn
und das CigarSpa Team

Über den CigarSpa und seine vorzüge haben wir schon vor guten einem Jahr hier im Blog berichtet. Die Befeuchtung ist nach wie vor einmalig und einzigartig, mit einer ausgeklügelten Technologie versehen und erfreut nun also seit 10 Jahren Aficionados auf der ganzen Welt. Den CigarSpa finden Sie bei uns im Shop zu einem Preis von 362.- CHF.

Kennen Sie den CigarSpa? Oder haben Sie sogar einen solchen bei sich im Humidor? Teilen Sie uns und den Lesern Ihre eigene Meinung mit!

Klimaschrank von Liebherr

Klimaschrank von Liebherr

Quelle:Liebherr

Einige kennen den Klimaschrank von Lieberherr vielleicht bereits aus den Medien, für andere ist der Liebherr ZKES 453 etwas neues. Grund genug also, hier etwas über diesen Humidor zu schreiben.

Auf der Basis eines Weinklimaschrankes wurde ein aktiv Befeuchteter Humidor mit Kühlmöglichkeit auf den Markt gebracht. Der im Innenteil mit Zedernholz ausgekleidete Klimaschrank verfügt im unteren Teil des Schrankes über eine Elektronikeinheit inklusive Wasserwanne. Die Elektronik hält den Schrank auf einer frei wählbaren, konstanten Luftfeuchte von 68-75% und einer Temperatur von 16-20°C. Die Luft des Schrankes wird zudem durch einen Aktivkohlefilter gefiltert.

Im Innern des Humidores findet sich auf Tablaren und in Schubladen, ein mit LED beleuchteter Platz für unsere Zigarren. Der Humidor wird mit den Aussenmassen von 61,2×42,5×47,8cm gut in einer Wohnung platz finden, jedoch warscheinlich auch rasch zu klein werden für alle Sammler unter uns. Zudem schreckt der Preis von etwa 3200 CHF die meisten von uns etwas ab. Aber ein Blick in die Welt des „coolen“ Zigarrengenusses wird ja wohl erlaubt sein…

Le Veil, der aktive Humidorbefeuchter

Dass ein Humidor befeuchtet werden muss ist uns allen klar, jedoch kennen wir bis anhin meist nur die passive Befeuchtung. Der aktive Humidorbefeuchter Le Veil schreibt nun aber Geschichte wenn es um eine kostengünstige und professionelle aktive Befeuchtung für unsere Humidore geht. Schauen wir uns dieses Gerät doch etwas genauer an..

Le-Veil

Äusserlich wirkt der Befeuchter auf den ersten Blick nicht wirklich ansprechend, in einen Humidor integriert ist die braune Farbe mit den Holzmuster angenehm an zu sehen. Die Verarbeitung ist vorbildlich uns es werden sogar Ersatzteile mitgeliefert. Im Lieferumfang befindet sich das Gerät inkl. grossem Wassertank, ein zusätzlicher kleiner Wassertank, Ersatzdichtungen, ein 220Volt zu 12 Volt Netzgerät sowie ein Flachbandkabel.

Der aktive Humidorbefeuchter wird auf einfachste Weise in Betrieb genommen. Die Wasserkartusche wird mittels Schraube vom Gerät gelöst, zur Seite geschoben und augeklickt. Die Kartusche kann nun via einem der Luftlöcher mit  etwa 1.5dl destilliertem Wasser befüllt werden. Die Kartusche kann danach wieder mit der Steuerung verbunden und verschraubt werden.

Le-Veil-Steuerung

Nun sollte das Gerät im Humidor platziert werden, bestenfalls an der Aussenwand links oder rechts. In den grossen Adorini Deluxe Humidoren wurde im Tablar eine Ausspahrung angebracht welche die Platzierung in der Humidormitte zulässt. Somit wird von oben die Luft angesogen und an der Vorderseite des Garätes wieder ausgeblasen. Via Flachbandkabel, welches seinen Platz zwischen Deckel und Korpus findet,  kann der Befeuchter ohne Probleme mit Strom versorgt werden.

Le-Veil-Tank

Jetzt kann das Gerät am Netz angehängt werden und seinen Dienst aufnehmen. Auf dem Display erscheint sofort nach Inbetriebnahme die aktuelle Feuchtigkeit im Humidor. Die gewünschte Feuchtigkeit kann am Gerät beliebig eingegeben und gespeichert werden.

Le-Veil-Flachbandkabel

Die Vorteile der aktiven Befeuchtung liegen auf der Hand: Der Wassertank hält je nach Volumen des Humidors und je nach öffnen bis zu 3 Monate und versorgt die Zigarren mit der richtigen Feuchtigkeit. Die Kartuschen können beliebig wiederbefüllt werden und sind auch einzeln erhältlich. Im Innern des Gerätes misst ein digitaler Sensor konstant die Feuchtigkeit im Humidor und reagiert innert Sekundenschnelle auf allfällige Schwankungnen. Die „trockene“ Luft wird von oben in das Gerät gesogen und via Kartusche wieder in den Humidor geblasen.

Le-Veil-Tankklein

Das Gerät ist mit seinen Abmessungen von (LxBxH) 15,3×5,6×8,9cm nicht wirklich  platzverschwendend und findet auf einer Fläche von etwa 3 Toros Platz. Mit der kleinen Kartusche  ist das Gerät sogar nur 6.5cm hoch und passt somit auch in Humidore mit Schubladen.

Klar schlägt dieses Gerät mit 198.- CHF etwas mehr zu Buche als zum Beispiel ein Acrylpolymerbefeuchter, bedenkt man jedoch die Lebensdauer des Befeuchters sowie die Qualität der Lagerung, ist der Preis doch sehr angemessen. Etwas mehr über die verschiedenen Befeuchtungsmethoden finden Sie in Kürze hier im Blog.

Tabakkäfer (Lasioderma serricorne)

Wer von uns Zigarrenrauchern hat vom Tabakkäfer noch nie etwas gehört? Ich glaube da gibt es kaum jemanden. Einige von uns haben vielleicht schon eine unschöne Bekanntschaft mit Tabakkäfern gemacht und mussten die eine oder andere Zigarre wegwerfen. Andere haben mal beiläufig etwas über diesen Käfer gelesen oder gehört. Wenden wir uns also etwas diesem Schädling zu.

Der Tabakkäfer, also der Lasioderma serricorne, legt sein Eier vorwiegend in Tabakprodukten ab und gehört zur Familie der Nagekäfer. Fermetierte Blätter oder aber Blätter welche in Tabakhäusern gelagert werden sind für Ihn ein optimaler Fund. Das Weibchen legt innerhalb von ca. 2 Wochen an die 100 Eier im Bereich des Brutsubstrates ab. Die Entwicklung vom Ei bis zum Käfer zieht sich dann bei etwas über 20° Celsius  etwa 9-12 Wochen hin. Darin liegt also auch die Zeit in welcher sich die Larve des Käfers durch unsere Zigarren bohrt und diese zerstört. Die Eier werden meist bei der Herstellung der Zigarren bereits mit in die Zigarren gerollt und können sich dann dort ungestört entwickeln.

Tabakkäfer

Tabakkäfer

Das Erscheinungsbild des Tabakkäfers ist für den Laien vom Brotkäfer leider nicht so leicht zu unterscheiden.  Einige wichtige Details:

Der Tabakkäfer ist etwas rundlicher als der Brotkäfer, ist bräunlich-holzfarben und die Flügeldecken sind mit feinen Härchen besetzt. Zudem finden sich auf den Flügeldecken keine regelmässigen Punktreihen. Die Antennen, auch Fühler genannt, sind gleichmässig aus eckigen Segmenten gefertigt und sehen gesägt aus. Am Ende der Fühler ist keine Verdickung festzustellen.

Der Brotkäfer ist leicht längsoval, die Flügeldecken sind mit gleichmässig punktierten Längsstreifen versehen. Die letzten drei Glieder der Fühler sind zudem verdickt und länger als die anderen.

Wie können wir als Zigarrenliebhaber uns nun von diesem Käfer schützen? Nun, die Importeure sowie auch die Exporteure leisten hier die einzig richtige Vorarbeit zur Abtötung der Eier und Larven. Die Intertabak friert die Zigarren nach ihrer Ankunft in der Schweiz für einige Tage ein und tötet somit alle Käfer, Larven und Eier ab.  Zigarren aus Nicaragua, Honduras oder der Dominikanischen Republik werden meist bereits vor dem Verlassen des Landes eingefrohren.

Das Risikon auf Käferbefall bei im Fachhandel gekauften Zigarren ist also sehr gering. Etwas mehr Vorsicht ist aber bei Grauimporten, Direktimporten oder aber bei Urlaubsgeschenken wie auch beim eigenen Einkauf im Ursprungsland geboten. Solche Zigarren sollten Sie während 2 Monaten in einem separaten Humidor aufbewahren oder aber für einige Tage bei -20°C einfrieren. Da der Tabakkäfer sehr kälteempfindlich ist, wird die Entwicklung bei 15°C bereits eingestellt, ein Überleben auf längere Zeit bei 10°C ist nicht möglich.

Tabakkaeferfrass

Das obenstehende Bild zeigt einen sehr leichter Befall von Tabakkäfern an Zigarren welche im Cello gelagert wurden. Das Cello kann die Käfer etwas isolieren, die Larven fressen sich aber dennoch durch die feine Celoverpackung. Vergleiche haben jedoch gezeigt dass ganze Kisten in welche die Zigarren mit Cello versehen sind einen eher geringeren Schaden davon trugen als Zigarren welche lose in der Kiste gelagert werden.

Stellen wir nun also einen Befall in unserem Humidor fest, ist der Humidor zu entleeren und genaustens zu reinigen. Die befallenen Zigarren sollten vernichtet werden, die noch unversehrten müssen Tiefgekühlt werden. Am besten geht dies übrigens in einer Aufbewahrungsbox für die Küche oder in Frischhaltebeuteln.

Wir sollten uns also unsere Schätze im Humidor regelmässig ansehen und begutachten um einen Befall frühzeitig zu erkennen. Findet eine Lagerung in Kisten statt, sollten diese Kisten ebenfalls in Regelmässigen abständen kontrolliert werden.